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Vier Tage Italien mit Familie – Como und Mailand aus einer sehr persönlichen Perspektive

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  Vier Tage Italien mit Familie – Como und Mailand aus einer sehr persönlichen Perspektive Weihnachten ist ein guter Vorwand, um den Alltag kurz auszuschalten. Die Termine sind gesetzt, die meisten Menschen haben frei, und irgendwo zwischen Plätzchen, Lichtern und zu viel Essen entsteht dieser seltene Freiraum, in dem man Zeit neu denken kann. Für uns war es genau der richtige Moment, mit der Familie ein paar Tage wegzufahren. Im ersten Moment dachte ich an Montescaglioso (Matera), aber wir wollten nicht weit, nicht kompliziert, aber bewusst. Ein Ortswechsel, der Abstand schafft, ohne gleich eine Weltreise zu starten: Lago di Como &  Mailand . Piazza del Duomo, in der Weihnachtszeit völlig überfüllt. Es gab noch einen zweiten, sehr persönlichen Grund für diese Reise. Eigentlich sogar zwei. Der 26. Dezember gehört meiner Nichte Francesca, der 29. mir. Zwei Geburtstage, dicht beieinander, beide mitten in dieser merkwürdigen Zeit zwischen den Jahren, in der alles etwas lan...

Croquetas: Spanische Kroketten mit Charakter

 

Croquetas: Spanische Kroketten mit Charakter

Wenn man in Spanien „Croquetas“ bestellt, bekommt man keine knusprigen Kartoffelstäbchen wie bei uns in Deutschland. Stattdessen kommen kleine, goldbraune Röllchen auf den Teller, die innen eine cremige Füllung verstecken. Außen knusprig, innen weich – klingt erstmal vertraut. Aber der Unterschied liegt im Detail.

Deutsche Kroketten vs. Spanische Croquetas

Deutsche Kroketten: Kartoffel im Mittelpunkt

Hierzulande sind Kroketten ein typisches Beilagenessen. Kartoffelpüree, geformt, paniert, frittiert. Sie schmecken nach Kartoffel – klar, manchmal leicht gewürzt, aber sonst recht puristisch. Sie sollen zum Braten, Schnitzel oder Gulasch passen. Ein Klassiker der Sonntagsküche, aber eher Begleiter als Hauptdarsteller.

Spanische Croquetas: Vielfalt in der Füllung

Ganz anders in Spanien. Croquetas sind kein reines Sattmacher-Beilage-Ding, sondern kleine Häppchen voller Geschmack. Die Basis ist eine Béchamel-Masse – also Milch, Butter und Mehl – die mit verschiedenen Zutaten verfeinert wird. Serrano-Schinken ist der Klassiker. Aber auch Bacalao (Stockfisch), Spinat mit Pinienkernen, Chorizo oder sogar Tintenfisch tauchen auf.

Jede Croqueta schmeckt anders. Cremig, würzig, manchmal überraschend. Ich erinnere mich an eine Bar in Madrid, in der es Croquetas mit Cabrales-Käse gab. Intensiv, fast streng, aber unglaublich gut. Nichts, was man mal eben im Supermarkt findet.


Spanische Kroketten. Foto von Ana Lourenco



Was macht spanische Croquetas anders als deutsche Kroketten?

Spanische Croquetas setzen auf eine cremige Béchamel-Füllung, während deutsche Kroketten meist aus Kartoffelpüree bestehen. Sie sind vielseitiger, geschmacklich intensiver und werden oft als Tapas serviert.

Unterschied im Geschmack und Esserlebnis

Textur und Konsistenz im Vergleich

Wer deutsche Kroketten kennt, erwartet beim Reinbeißen den Kartoffelbiss. Bei Croquetas ist das Gegenteil der Fall: cremiger Kern, fast wie ein dicker Pudding, nur herzhaft. Außen eine dünne, goldene Kruste.

Croquetas als Tapas: Gemeinschaftserlebnis

Während deutsche Kroketten oft ordentlich nebeneinander im Ofen liegen, haben Croquetas in Spanien eher etwas von Tapas: Man bestellt ein paar, probiert sich durch, teilt sie mit Freunden. Sie sind mehr Erlebnis als Beilage.

Wie kann man Croquetas zu Hause zubereiten?

Croquetas lassen sich leicht selbst machen: Béchamel-Masse kochen, Lieblingsfüllung wie Serrano-Schinken einrühren, kaltstellen, formen, panieren und goldbraun frittieren. Ein einfacher Snack mit maximalem Geschmack.

Croquetas selber machen: Rezept für Croquetas de Jamón

Zutaten (für ca. 20 Stück):

  • 50 g Butter

  • 70 g Mehl

  • 500 ml Milch (lauwarm)

  • 100 g Serrano-Schinken, fein gewürfelt

  • 1 kleine Zwiebel, sehr fein gehackt

  • Salz, Muskatnuss, Pfeffer

  • 2 Eier

  • Paniermehl

  • Öl zum Frittieren

Zubereitung:

  1. Butter in einem Topf schmelzen, Zwiebel glasig anschwitzen. Mehl einrühren, kurz anrösten. Dann langsam die Milch unterrühren, bis eine dicke, cremige Masse entsteht.

  2. Schinken unterheben, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Kaltstellen – am besten über Nacht.

  3. Kleine Röllchen formen. Erst in Ei, dann in Paniermehl wenden (für extra Knusper: doppelt panieren).

  4. Öl auf ca. 170 °C erhitzen, Croquetas goldbraun ausbacken, auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Fertig. Außen knusprig, innen cremig. Perfekt als Tapas oder Snack – und deutlich mehr Charakter als die gewohnten deutschen Kroketten.

Welche Füllungen eignen sich für spanische Croquetas?

Traditionell wird Serrano-Schinken verwendet, aber auch Bacalao, Chorizo, Spinat oder Käse sind beliebt. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt – die Füllung bestimmt den Charakter jeder Croqueta.

Fazit: Warum Croquetas mehr als nur Kroketten sind

Croquetas und deutsche Kroketten haben denselben Ursprungsgedanken – eine knusprige Hülle mit weichem Inneren. Doch während die deutsche Variante eher schlicht daherkommt, sind Croquetas kleine Spielwiesen für Geschmack und Kreativität. Wer einmal welche mit Jamón ibérico probiert hat, weiß: Die heimischen Kroketten wirken daneben fast brav.


Meta-Beschreibung:
Croquetas sind Spaniens Antwort auf die deutsche Krokette – cremige Füllung, knusprige Hülle und jede Menge Vielfalt. Mit Rezept für Croquetas de Jamón.

Labels:
Croquetas, spanische Küche, Tapas, Kroketten, Spanien, Rezepte, Food Culture, Vergleich

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