Vier Tage Italien mit Familie – Como und Mailand aus einer sehr persönlichen Perspektive
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Karlsruhe hat seit dem Sommer eine neue Adresse für Smashburger-Fans: Goldies, direkt in der Erbprinzenstraße 27, mitten in der Innenstadt, dort, wo täglich Studierende, Pendler und Einkaufsbummler vorbeiziehen. Als Goldies im Sommer eröffnet hat, war die Aufregung riesig – wortwörtlich. Die Schlange vor dem Laden? Endlos. Ich übertreibe selten, aber hier war das nötig. Mindestens eine Stunde Wartezeit. Für einen Burger. Schon verrückt, dachte ich damals, und ging weiter.
Die Karlsruher Medien haben natürlich ihren Teil dazu beigetragen. Jede lokale Zeitung, jeder Instagram-Foodblog, jeder Stadtkanal – alle schrieben über diesen Laden. Die BNN schrieb im August:
„Die Begeisterung für Burger bricht nicht ab. Mit Goldies ist nun eine Kreuzberger Institution nach Karlsruhe gekommen. Für die Smashburger standen die Gäste sogar Schlange.“
Ja, das hat neugierig gemacht. Und genervt, weil man eben nicht reinkam.
Aber gut. Drei Monate später, Anfang November, bin ich mit einem Freund zufällig wieder vorbeigelaufen. Und – Überraschung – keine Schlange. Gar niemand. Der Herbst hatte die Euphorie offenbar ein bisschen abgekühlt. Oder es war einfach die Uhrzeit. Jedenfalls sahen wir endlich unsere Chance gekommen.
Schon klar: Wenn ein Laden im Sommer überfüllt ist und im November um 12:30 Uhr komplett leer, denkt man kurz, ob man lieber weitergehen sollte. So ein stilles Bauchgefühl: Ist das ein schlechtes Zeichen?. Aber Neugier > Skepsis. Und Hunger war sowieso mit im Spiel.
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| Smashburger in Karlsruhe. |
Von außen wirkt Goldies urban, ein bisschen Berlin, ein bisschen Streetfood-Charakter, ein bisschen „wir wissen, dass Smashburger gerade Trend sind“. Innen ist alles sauber, schlicht, nichts Ungewohntes. Ein Imbiss, aber eben mit Designanspruch. Und trotzdem: kein einziger Gast.
Man fühlt sich in solchen Momenten leicht beobachtet, obwohl niemand da ist. Vielleicht liegt’s daran, dass man sich fragt, warum sonst niemand hier ist. Und ob man selbst vielleicht gerade einen Fehler begeht.
Ein erstes kleines Ärgernis kam an der Kasse: nur Kartenzahlung. Kein Bargeld. Nicht mal ein Kompromiss. Und natürlich hatte ich – warum auch immer – nur Bargeld dabei. Mein Kumpel Florian zum Glück nicht. Er rettete das Projekt Goldies an diesem Tag. Trotzdem: nervt. Und sollte man wissen, falls man kurz vorbeilaufen will.
Uns wurde vorher gesagt, die Patties seien relativ klein. Also haben wir jeweils die Doppelvariante bestellt: Zwei Patties, Pommes, Cola. Preis pro Person: 20 Euro.
20 Euro sind nicht wenig. Klar, Karlsruhe ist nicht billig, Innenstadt sowieso nicht, aber trotzdem. Für einen Burger mit Pommes und Getränk ist das an der oberen Grenze dessen, was viele hier bereit sind zu zahlen.
Was sofort auffällt:
Die Brötchen sind winzig. Echt winzig.
Die Pommesportion ist dafür überdurchschnittlich groß.
Ein Ketchup kostet 0,80 Euro. Das fühlt sich unnötig geizig an. Pommes ohne Sauce? Schwierig. Zumal es ja kein Fine-Dining-Laden ist.
Die Cola war Pepsi. Keine Überraschung, aber erwähnenswert für Fans (oder Gegner).
Ich gebe es zu: Der erste Biss war richtig gut. Ich war skeptisch, aber der Burger hat mich abgeholt. Das Fleisch war perfekt angebraten, etwas knusprig am Rand – typisch Smashburger eben. Die Oberfläche dieser dünn gequetschten Patties entwickelt eine Art Kruste, die geschmacklich viel rausholt.
Goldies macht das handwerklich sehr ordentlich. Der Käse zerlaufen, der Burger warm, die Kombination stimmig. Keine überladenen Saucen, nix überwürzt. So muss das sein.
Aber die Größe bleibt ein Thema. Nach ein paar Bissen merkt man, wie schnell der Burger verschwindet. Und wenn man mehr vom Brötchen als vom Fleisch schmeckt – schwierig. Deswegen war der Tipp mit den zwei Patties Gold wert. Mit einem einzigen wäre der Burger eher ein Snack als eine Mahlzeit gewesen.
Und am Ende? Wir wurden nicht richtig satt. Nicht komplett. Sagen wir: zufrieden, aber es blieb eine kleine Lücke.
Viele denken bei Burgern an Fast Food, klar. Deswegen vergleichen viele – ich eingeschlossen – automatisch mit Burger King oder McDonald’s. Der Vergleich ist unfair, weil Smashburger und Whopper zwei komplett unterschiedliche Baustellen sind. Trotzdem macht man’s.
Und: Der Whopper bleibt Nummer 1, zumindest für uns. Der Preis, die Größe, der Hungerfaktor – da macht Goldies nichts kaputt, aber kann eben nicht mithalten. Geschmacklich sind beide sehr unterschiedlich. Der Whopper ist größer, saftiger, „klassischer“. Goldies ist knuspriger, kleiner, intensiver, aber nicht so sättigend.
Deswegen lautet mein persönliches Fazit:
Goldies schmeckt, aber ist klein. Der Whopper ist groß und solide.
Es kommt also darauf an, was man will: Genussmoment oder Bauch voll.
Das ist eine Frage, die uns beim Essen beschäftigt hat. Es gibt mehrere mögliche Antworten:
Smashburger sind gerade „DAS Ding“. Jeder große Foodblog zeigt sie. Überall tauchen neue Läden auf. Menschen lieben Trends – zumindest solange sie neu sind.
Die Berichterstattung im Sommer war intensiv. Wenn etwas neu ist, will jeder es ausprobieren. Egal ob es gut ist oder nicht.
Im Sommer ist die Innenstadt voll. Im November wirken selbst beliebte Cafés manchmal leer. Dunkel, kalt, nass – niemand flaniert länger als nötig.
20 Euro Mittagessen sind nicht für jeden Alltag. Und Goldies ist eben keine klassische Mensa-Alternative.
Viele finden das gut, manche nicht. Aber es filtert potenzielle Gäste. Ich wäre ohne meinen Kumpel sofort raus gewesen.
Wer Smashburger liebt oder mal ausprobieren möchte, ist hier richtig. Wer großen Hunger hat und ein „Burger-Monster“ erwartet, wird enttäuscht.
Goldies liefert Qualität, gute Aromen, handwerklich sauberes Grillen und eine Portion Urban Food Culture, wie man sie aus Kreuzberg kennt. Aber große Portionen darf man nicht erwarten. Der Preis wirkt dafür etwas hoch, allerdings ist die Innenstadtlage eben teuer.
Für uns war der Besuch eine positive Erfahrung – wenn auch mit Kritikpunkten.
Ich mag es, wenn Läden lokal Aufmerksamkeit bekommen. Gerade Karlsruhe hat eine lebendige, aber manchmal unterschätzte Food-Szene. Dass ein Berliner Laden hier eröffnet, zeigt, dass die Stadt gastronomisch relevant bleibt.
Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Preise nicht noch weiter steigen. 20 Euro für ein Mittagessen ist für viele Studierende, Azubis oder junge Berufstätige nicht machbar. Streetfood sollte zugänglich bleiben.
Und ja, die Sache mit der Kartenzahlung… Ich finde moderne Zahlungsarten gut, aber ein bisschen Flexibilität wäre schön. Oder wenigstens ein klarer Hinweis draußen an der Tür.
Trotzdem: Ich werde wieder hingehen. Vielleicht nicht jede Woche, aber wenn die Lust auf einen knusprigen, gut gemachten Smashburger kommt, weiß ich, wohin ich gehe.
Ein Smashburger ist ein dünner Patty, der beim Braten auf die heiße Platte „gepresst“ wird. Dadurch entsteht eine karamellisierte, knusprige Kruste. Geschmacklich intensiver als reguläre Patties, aber auch kleiner.
Kommt drauf an. Goldies bietet handwerklich bessere Qualität, aber kleinere Portionen und höhere Preise. Ein Whopper macht mehr satt, ein Smashburger schmeckt oft aromatischer und spezieller.
Prinzipiell ja. Die Portionen sind klein genug, um nicht in ein Fresskoma zu fallen. Aber 20 Euro als Mittagstischpreis sind schon heftig. Wer sparen will, sollte es als gelegentlichen Treat sehen.
Nein. Nur Kartenzahlung. Unbedingt vorher wissen, sonst gibt’s Stress an der Kasse.
Überraschend groß portioniert und gut. Etwas teurer durch den Ketchup-Aufpreis, aber geschmacklich solide.
Im Sommer war es brechend voll. Im November deutlich entspannter, teilweise sogar leer. Je nach Trend und Tageszeit kann das stark schwanken.
Ja, der Platz reicht. Allerdings ist das Essen eher auf schnelle Abwicklung ausgelegt, nicht auf lange Aufenthalte.
Schwer. Smashburger haben ihre eigene Art. Wer große, saftige Burger will, geht zu Hans im Glück oder Burgerheart. Wer knusprige, intensivere Patties mag, sollte Goldies probieren.
Unser Menü lag bei etwa 20 Euro pro Person. Ohne Extras etwas günstiger, aber deutlich über dem Fast-Food-Niveau.
Mit Doppelpatty: so halb. Mit einfachem Patty: eher nicht. Goldies setzt stärker auf Geschmack als auf Volumen.
Smashburger in Karlsruhe: Mein ehrlicher Test von Goldies in der Erbprinzenstraße. Kein Hype, kein Marketing – ein realistischer Besuch im November. Preise, Geschmack, Portionen, Atmosphäre und persönliche Eindrücke im ausführlichen Review.
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