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Tagliatelle al salmone – mit oder ohne Parmesan? Was sagen die Italiener wirklich

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  Tagliatelle al salmone – mit oder ohne Parmesan? Was sagen die Italiener wirklich Tagliatelle al salmone gehört zu diesen Gerichten, die in vielen Küchen Europas völlig selbstverständlich sind. Sahnesauce, Lachs, Pasta. Fertig. Und dann kommt die Frage, die zuverlässig Diskussionen auslöst: Parmesan drüber oder lieber nicht? Manche winken ab. Andere reiben trotzdem. Wieder andere zitieren „die Italiener“, ohne genau zu wissen, wen sie eigentlich meinen. Zeit, das Thema sauber, aber nicht trocken aufzudröseln. Die kurze Antwort vorweg In Italien gilt: Parmesan zu Fischpasta ist unüblich und traditionell nicht vorgesehen. Verboten ist es nicht. Aber es widerspricht gängigen kulinarischen Konventionen. Und ja, diese Konventionen haben Gründe.  Tagliatelle al salmone – mit oder ohne Parmesan? Was sagen die Italiener wirklich? Woher kommt die Abneigung gegen Käse und Fisch? Die italienische Küche ist weniger dogmatisch, als ihr Ruf vermuten lässt, aber sie folgt klaren...

Essen im PIRO Karlsruhe: Ehrliches Essen vom Grill

 

Essen im PIRO Karlsruhe: Ehrliches Essen vom Grill

Es war einer dieser trüben, leicht frustrierenden Sonntage, an denen man nicht so recht weiß, wohin mit sich. Kein Plan, keine Motivation – einfach ein Tag zum Absitzen. Der einzige Lichtblick: mein Neffe Sergio. Zwar ist er oft schon anderweitig verplant, aber beim Thema Essen verbindet uns eine stille, verlässliche Kraft. Wir essen gern zusammen – das klappt fast immer.

Also machten wir uns auf den Weg nach Karlsruhe und landeten im PIRO.

Das Restaurant liegt zentral in der Kaiserstraße 164, gut erreichbar und täglich geöffnet – ohne Ruhetag.

Das PIRO ist ein rustikales Lokal mit Fokus auf türkische Küche. Hier wird viel mit Holzkohle gearbeitet: Grillgerichte, Ofenspezialitäten und klassische Beilagen bestimmen die Karte. Die Sitznischen im Innenraum sind schlicht, aber gemütlich – nichts Aufgesetztes, einfach ein Ort, wo man entspannt essen kann.

Unser Gericht: Gegrillte Hähnchenspieße mit Bulgur, Pommes und mehr

Sergio und ich hatten das gleiche Gericht – nichts Neues für uns, wir kannten es schon, wollten aber genau das noch einmal essen. Auf dem Teller: Zwei Spieße (bereits vom Metall gezogen), bestückt mit gewürzten Hähnchenwürfeln. Dazu gab’s Bulgur, Pommes und einen langen, sehr scharfen gegrillten Peperoni. Die Schärfe hatte es in sich, aber geschmacklich war’s absolut stimmig.

Mit dem Essen kam auch ein gemischter Salat, klassisch mit Essig und Öl angemacht – simpel, frisch und sehr gut abgeschmeckt. Außerdem wurde ein hauchdünner Fladen aus Teig gereicht, warm serviert. Er erinnerte stark an den typischen "Lavaş" – ein dünnes, weiches Fladenbrot, das in der türkischen Küche oft zu Grillgerichten gereicht wird.

Kleines ABC der türkischen Küche

Wer öfter in türkischen Lokalen isst, kennt sie – die typischen Begriffe auf der Speisekarte. Für alle anderen hier ein kurzer Überblick, passend zu unserem Gericht:

  • Tavuk Şiş: So nennt man den Hähnchenspieß auf Türkisch. „Tavuk“ heißt Hähnchen, „Şiş“ ist der Spieß.

  • Lavaş: Das dünne, weiche Brot, das oft warm gereicht wird – ähnlich einem Yufkateig, aber fluffiger.

  • Acı Ezme: Die scharfe, rote Sauce mit klein gehacktem Gemüse, meist aus Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Chili.

  • Yoğurtlu Sos oder Mayonezli Sos: Die cremige Sauce auf Joghurt- oder Mayonnaisebasis, manchmal mit Knoblauch oder Kräutern abgeschmeckt.

Zurück zum Essen: Die Pommes waren überraschend gut. Eigentlich ganz schlicht, aber sie hatten eine schöne Würzung und waren auf den Punkt. Auf dem Teller lagen außerdem eine gegrillte Tomatenecke und die beiden erwähnten Dips. Beide passten gut, aber das Fleisch war so aromatisch, dass es fast schade war, es mit Sauce zu kombinieren.

Man schmeckt sofort, dass hier mit offenem Feuer gearbeitet wird. Das Fleisch hatte Röstaromen, war saftig und gut gewürzt – ohne künstlichen Schnickschnack.

Atmosphäre und Service

Was man erwähnen sollte: Im Hintergrund lief durchgehend orientalische Musik – wer das nicht mag, wird es vielleicht als störend empfinden. Persönlich ist das nicht mein Geschmack, aber das ist natürlich subjektiv.

Dafür war der Service wirklich freundlich. Der Kellner war aufmerksam, zuvorkommend und sehr hilfsbereit. Man fühlt sich willkommen, ohne dass es aufgesetzt wirkt.

Preis-Leistung

Für 21,50 Euro bekommt man hier ein solides, geschmacklich überzeugendes Gericht in ordentlicher Portion. Angesichts der Qualität – vor allem beim Fleisch – finde ich den Preis fair.

Fazit

Wer Lust auf ehrliche türkische Küche vom Holzkohlegrill hat, wird im PIRO gut bedient. Kein übertriebener Schnickschnack, sondern einfach gutes, handwerklich zubereitetes Essen mit klaren Aromen


Tavuk Şiş: So nennt man den Hähnchenspieß auf Türkisch. „Tavuk“ heißt Hähnchen, „Şiş“ ist der Spieß.

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Meta-Beschreibung: Erfahrungsbericht: Ein Sonntag in Karlsruhe endet mit einem Essen im PIRO. Türkisches Grillgericht mit Tavuk Şiş, Salat, Lavaş und Dips – schlicht, ehrlich und gut.

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