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Tagliatelle al salmone – mit oder ohne Parmesan? Was sagen die Italiener wirklich

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  Tagliatelle al salmone – mit oder ohne Parmesan? Was sagen die Italiener wirklich Tagliatelle al salmone gehört zu diesen Gerichten, die in vielen Küchen Europas völlig selbstverständlich sind. Sahnesauce, Lachs, Pasta. Fertig. Und dann kommt die Frage, die zuverlässig Diskussionen auslöst: Parmesan drüber oder lieber nicht? Manche winken ab. Andere reiben trotzdem. Wieder andere zitieren „die Italiener“, ohne genau zu wissen, wen sie eigentlich meinen. Zeit, das Thema sauber, aber nicht trocken aufzudröseln. Die kurze Antwort vorweg In Italien gilt: Parmesan zu Fischpasta ist unüblich und traditionell nicht vorgesehen. Verboten ist es nicht. Aber es widerspricht gängigen kulinarischen Konventionen. Und ja, diese Konventionen haben Gründe.  Tagliatelle al salmone – mit oder ohne Parmesan? Was sagen die Italiener wirklich? Woher kommt die Abneigung gegen Käse und Fisch? Die italienische Küche ist weniger dogmatisch, als ihr Ruf vermuten lässt, aber sie folgt klaren...

Die Strukturproteine im Fleisch: Wie Kollagen und Myosin das Kochen beeinflussen

Die Strukturproteine im Fleisch: Wie Kollagen und Myosin das Kochen beeinflussen

Das Kochen von Fleisch ist ein komplexer physikochemischer Prozess, der von der Zusammensetzung der Proteine im Fleisch beeinflusst wird. Die beiden Hauptakteure in diesem Prozess sind Kollagen und Myosin, die strukturellen Proteine, die für Textur und Zartheit von Fleisch verantwortlich sind.

Kollagen ist ein fibrilläres Protein, das in Bindegeweben vorkommt und für die Zähigkeit von Fleisch verantwortlich ist, insbesondere bei älteren oder stark beanspruchten Tieren. Beim langsamen Erhitzen über einen längeren Zeitraum, wie beim Schmoren, wird Kollagen in Gelatine umgewandelt. Dieser Prozess beginnt bei etwa 70 °C und kann Stunden dauern, was zu einem saftigen und weichen Endprodukt führt. Fleischstücke wie Rinderbrust oder Schweineschulter, die einen hohen Kollagenanteil haben, profitieren stark von dieser Technik.

Myosin, ein Motorprotein, ist für die Kontraktion der Muskelfasern verantwortlich. Es denaturiert und schrumpft bei höheren Temperaturen, was dazu führt, dass Fleisch trocken wird. Um dies zu verhindern, wird oft empfohlen, Fleisch „rosa“ oder medium zu garen, d.h. bei Temperaturen um 60–65 °C, bei denen das Myosin noch nicht vollständig zerstört ist. Sous-Vide-Techniken ermöglichen eine präzise Steuerung dieser Temperaturen und verhindern so die Denaturierung des Myosins.

Eine weitere Herausforderung beim Garen von Fleisch ist die Maillard-Reaktion, die bei Temperaturen über 140 °C abläuft und zur Krustenbildung und zu intensiven Aromen führt. Diese Reaktion beeinflusst jedoch nicht die Proteine direkt, sondern die Zucker und Aminosäuren in der Fleischoberfläche. Interessanterweise wirken Kollagen und Myosin auf diese Weise indirekt auf das Bräunen und die Geschmacksbildung von Fleisch.

Das Verständnis der Strukturproteine im Fleisch ist entscheidend für die Wahl der optimalen Zubereitungsmethode, sei es durch schnelles Anbraten bei hohen Temperaturen oder langsames Schmoren.

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